Rezensentennot

Der Rezensent sitzt auf einem Stuhl und fängt an. „Sehr geehrte Damen und Herren“ beginne ich und schon ist da was. Heute hab ich wieder Ohr. Es ist da was im Ohr, wie das, was Autoren in Händen hielten. Mein Interesse ist damit beendet. Fühlt sich an, als wäre nichts in meinem Kopf. Eines muss ich mich aber bemühen nachzuholen. Die gelesenen Kapitel reichen nicht, aus dem Roman schon auszusteigen. Es wäre, als hätte ich das Buch umgebracht. Liv würde es gründlicher machen. Als wenn mir danach ist! Lydija bräuchte es nicht zu lesen, sie sieht es. Entwicklungsgeschichtlich pack ich das doch mit links. Die Schwülstigkeit war’s, die ich vermisste. Irgendwo platziere ich das Buch in der Welt. Ich habe keine Lust, darüber zu denken. Die Stimme des Autors nervt schon wieder. Liv wäre die bessere Rezensentin gewesen. Heute will ich es schaffen, der Stress soll vorüber sein. Ich hab echt keine bessere Idee. Reifenquietschen? aus welcher Richtung? Maddox ist auch so ne Figur, krass verrückt. Der Schmerz des Lesens lastet auf mir und ich schaue ihn an. Ich sehe mich? Ich bin doch ich. Ich kenne mein Gesicht. Eines wird meine Rezension aber leisten müssen. Nach der Kritik liest das Buch keiner mehr lauter.

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