Fons erat inlimis, nitidis argenteus undis

Viele Tiere heuer in Klagenfurt. Hunde, Katzen, eine Katzenliebe- statt Beziehungskiste, Frösche, ein Reh im See, Echsen, ein Krokodil, viele Vogelsorten, auch ein Kolibri…

Das wilde, unverdorbene Tier scheint im Jahr CCC nach Rousseau zurückgekehrt. Kehrt die Zeit der Anthropozentrik sich einem Ende zu? Magisch hat es kaum ein(e) Autor/in aufgefasst, dabei würde das vielleicht gerade (an Ernst Jünger denkend) passen.

Der Mensch erscheint nicht im Holozän und nicht in seiner zivilisierten Bewegung, seinem Schreiben. Vielleicht hält er inne, weil seine Tinte ausgeht? Derweil die Tiere gehen ihren gewohnten Bewegungen nach. Vielleicht ist das Führen einer schreibenden Hand nicht natürliche Bewegung eines Anthropomorphen. Obwohl Fredericks, der grauen Maus, Unentbehrlichkeit im Winter aufglänzt.

Noch hab ich nicht alles gelesen, aber eine Lanze für Nawrat will ich schon brechen. Sein Stil verbindet William Gibson mit Axel Brauns. Die Naivität, mit der Lipa die technoziden Vorgänge verlebendigt, hat etwas zugleich Berückendes und menschlich Beglückendes. Der Realität nahen Sinn abgewinnen! Dass ich die Windräder falsch verstand und an windgetriebene Turbinenräder auf unsren Höhen statt eine Fabrikklimaanlage dachte, die entkernt, ausgeweidet oder entherzt werden, störte nur marginal. Ein schönes Bild war es allemal.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: