Garden

Deuxchêvraux legt sich einen Zen-Garden an.

zengarden

Seine Filosofie ist: In der Kraft liegt die Ruhe. Sieh aus zwei Augen, entferne die Schuhe.

Also sieht man ihn wandern im Kies der Meereswogen. Seine Gärtner verfluchen ihn. Er meint: „Die Kiese – Kiesel? – streicheln so schön meine Füße.“

Seine Füße seien eher unansehnlich, meint seine Pediküre. „Füße sind heikel“, teilt sie mit, „viele Gelenke, deren Verformungen das Ganze als Witzfigur etablieren.“ Als wir fragend blicken, entblößt sie die ihren und führt aus: „Sehen Sie, die Linie vom Innenrist hier über den großen Ballen zum sogenannten Daumenzeh, sie entspricht der Kontur unseres Oberkörpers. Und das Verhältnis des kleinen zum Ringzeh, deutet es nicht auf ein anderes in der Körpermitte hin?“ Wir wissen’s nicht. „Sehen Sie die Krümmung des zweiten Gliedzehs, Sie sind ein Mann, wir wissen nun um die Form ihres Potenzträgers.“ Wir fühlen uns auf den Schlips getreten. „Haben Frauen einen dicken dritten Zeh, sind sie, Sie wissen schon…“ Wir wissen nicht. „Ist die Sehne in der Hacke verkürzt, kann sie schlecht laufen.“ Das leuchtet uns ein.

Sie schlägt vor, uns die Karten zu legen. „Eine für jeden Zeh.“ Unser Großer gewinnt den Gehängten. Der Nächste den Hierophanten, der dritte den Tod. Der vierte hat den stabilen Turm bekommen und der fünfte das labile Pferd.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: