Schneiden

Wilma: „Was grübelst du, Laura?“
Laura: „Ich such ein Anagramm für LEBKUCHENHERZEN.“
Wilma: „Schneid dir die Buchstaben doch aus, dann kannst du sie verschieben.“

Laura setzt an:

lebkuchenherz_2

Wilma: „Nein, schneid erst die langen Linien, dann musst du weniger oft die Schere ansetzen.“

lebkuchenherz

Laura denkt nach. „Das stimmt nicht, Mama.“
Wilma: „Wieso?“

Wenn ich erst die langen Linien schneide, muss ich zwei Schnitte längs machen, dann hab ich drei Papierstreifen. Jeden Streifen muss ich dann viermal quer schneiden, das macht 2 + 3*4 = 14 Schnitte.

Wenn ich erst die queren Linien schneide, muss ich erst mehr Schnitte machen, nämlich vier. Dann hab ich fünf Streifen, aber die muss ich nur noch zweimal schneiden. Das macht 4 + 5*2 = 14, genausoviel Schnitte.

Wilma: „Da hast du vielleicht recht. Aber wenn du die Streifen übereinander legst, sparst du Schnitte.“
Laura: „Dabei ist auch egal, wie ich anfang, denn wenn ich erst längs schneide, muss ich zweimal schneiden. Die drei Streifen übereinandergelegt muss ich dann noch viermal schneiden, macht 2 + 4 = 6 Schnitte. Wenn ich erst quer schneide, muss ich viermal schneiden. Die fünf Streifen übereinandergelegt muss ich dann noch zweimal schneiden. Macht 4 + 2 = auch 6 Schnitte.“
Wilma: „Siehst du mal, Kind, hab ich wieder was gelernt von dir.“

Paul betritt die Küche. „Was macht ihr da?“
Wilma: „Wir suchen ein Anagramm für LEBKUCHENHERZEN.“
Paul: „HURZBECKENLEHNE?“
Laura: „KURZE BLECHHENNE!“
Wilma: „BUCHLEHNENKERZE.“

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