„Zauberrolle“

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Im Vorwort schreibt Monika Motsch von Besuchen bei der hundertjährigen Yang Jiang in Peking. Wir schreiben das Jahr 2012:

Nur das Hören fällt ihr schwer, man kann ihr aber direkt ins Ohr sprechen oder den Satz aufschreiben. Frau Yang hat dazu eine „Zauberrolle“, auf der man mit Pinsel und klarem Wasser schreibt. Die Schriftzeichen erscheinen zuerst schwarz und verschwinden nach kurzer Zeit wieder.

Wie in der Performance von Juergen Staack.

Wir suchen nach dem Produkt. Probieren manche Zeichen für „Zauberrolle“ aus, gelangen aber nur auf Treffer mit Computerspielen und auf Lockenwickler und Wimpernkurver. Suchen auf Englisch und finden das Buddha Board. Ja, so was wird’s sein. Wie es funktioniert, wird natürlich nicht verraten. Aber eine hat sich eine DIY-Version gebastelt. Vielleicht waren die Leinwände in der Galerie wirklich nach diesem Muster gefertigt: Eine dünne helle Zellstoffbahn auf eine schwarze Grundfläche geklebt. Schreibt man mit einem Wasserpinsel auf die Leinwand, wird der Zellstoff nass, also durchsichtig, also dunkel. Mit dem Trocknen wird er wieder weiß und die Leinwand grau.

Nur hatte die Artothekarin gesagt, es läge nicht an der Leinwand, sondern an der Tinte.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: