Lechenicher Ökumenevereinbarung

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Im Eingang der Kirche der Versöhnung in Erftstadt-Lechenich:

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Ist das Comic Sans? Interessant ist das vielleicht angesichts des bevorstehenden Thesenanschlagsjubiläums 2017 und wie dieses spaltungsübergreifend begangen werden kann. Das macht vielen Menschen Kopfschmerzen derzeit, denke ich.

Das Dokument, das ich gleich im Wortlaut wiedergeben will, führt 21-mal den Begriff Ökumene auf, vielleicht etwas übertrieben viel. Man möchte sich ein Tastenkürzel zulegen: Alt+Ö. Auch den Autorenden wurde es zuviel und sie kürzten es ab Auftritt Nr. 12 vorübergehend ab.

Blau Geschriebenes kann ich auf dem Foto kaum erkennen und habe ich mir bei der Inaugenscheinnahme leider auch nicht gemerkt, daher unsicher und nur vage geraten.

Vereinbarung über eine Partnerschaft zwischen der Pfarrgemeinde St. Kilian und der Evangelischen Kirchengemeinde Lechenich

Wir, die katholische Pfarrgemeinde St. Kilian, vertreten durch den Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand, und die Evangelische Kirchengemeinde Lechenich, vertreten durch das Presbyterium, ankerkennen unsere grundlegende Einheit durch die Taufe in Jesus Christus und vergegenwärtigen uns das Gebet unseres Herrn, dass wir alle eins sein sollen.

1. Wir bekennen mit der weltweiten ökumenischen Gemeinschaft unseren gemeinsamen Glauben an den Herrn Jesus Christus, gemäß der Schrift, als Gott und Heiland und trachten darum gemeinsam zu erfüllen, wozu wir berufen sind zur Ehre Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

2. Wir danken Gott für die seit über 30 Jahren gewachsene Freundschaft zwischen unseren Gemeinden und freuen uns, dass sie das Leben beider Gemeinden nachhaltig bereichert hat. Sie äußert sich in gemeinsamen Aktivitäten auf verschiedenen Gebieten.

Kirche Gemeinsame Gottesdienste zu Buß- und Bettag, Weltgebetstag der Frauen, ökumenische Gemeindegottesdienste, ökumenische Schulgottesdienste, ökumenische Tauferinnerungsgottesdienste, ökumenische Agapefeiern, ökumenische Friedensgebete.

Diakonie Gemeinsame Adventssammlung für Diakonisches Werk und Caritas, ökumenischer Arbeitskreis PRO ASYL, ökumenischer Arbeitskreis Kirchenwanderasyl, ökumenische Initiative Dritte-Welt-Laden, ökumenisches Straßenmädchenprojekt TALITA KUMI in Quito/Ecuador.

Gemeindepraxis Gemeinsame ökumenische Bibelwoche, ökum. Friedenswoche, Mittwochsforum, gemeinsamer ökum. Neujahrsempfang, ökum. Pfarr- und Gemeindefeste, ökum. Christentag, gemeinsame regelmäßige Sitzungen von Presbyterien und Pfarrgemeinderat, regelmäßige Sitzungen des Ökumeneausschusses, gemeinsamer Pfarrbrief MITEINANDER (einmal pro Jahr).

3. Wir verpflichten uns nach Wegen weiterer Gemeinsamkeiten zu suchen um unser ökumenisches Anliegen voran zu bringen und die Einheit der Kirchen in versöhnter Vielheit anzustreben. Dabei wollen wir die verschiedenen Ausdrucksformen unserer Kirchen wahren und als wechselseitige Bereicherung zur Geltung bringen. Schwerpunktmäßig wollen wir gemeinsam Projekte mit unseren Kindern und Jugendlichen anstreben um ihnen den ökumenischen Geist nahe zu bringen und damit Grundlagen für eine gemeinsame christliche Zukunft zu schaffen. Da wir unter der fehlenden Abendmahlsgemeinschaft leiden, suchen wir nach Wegen zur eucharistischen Gemeinschaft zu gelangen.

Auf diesem Hintergrund unseres bisherigen gemeinsames Weges und der Kenntnis unserer zukünftigen Verpflichtung schließen wir eine offizielle Partnerschaft zwischen unseren Gemeinden. Wir freuen uns darüber, dass wir dieses mit Kenntnis der Kirchenleitungen in Übereinstimmung mit den ökumenischen Bemühungen unserer Kirchen tun können. Dabei sind uns die bestehenden Grenzen und Unterschiede bewusst.

Diese Gemeindepartnerschaft soll begleitet werden vom Ökumeneausschuss sowie der jährlichen gemeinsamen Sitzung von Presbyterium, Pfarrgemeinderat, Kirchenvorstand und Ökumeneausschuss. Bei dieser Sitzung soll der Verlauf der Partnerschaft alljährlich überdacht und darüber beraten werden, in welche Richtung sie weiter entwickelt werden soll.

Wir sagen unserem gemeinsamen Herrn Dank für froh machende und einigende Erlebnisse, bitten um seinen weiteren Beistand und hoffen ein Mut machendes Zeichen für uns und andere zu setzen.

Frage mich, wann Muslime, Juden und Christen ihrem gemeinsamen Herrn Achtung erweisen, denn es ist ja derselbe, der das Volk aus der Hochkultur Ägypten herausführte, es mit Himmelsbrot (CUS-Rätsel 33s, aber zwischen D und A ist ein Strich zu ergänzen) speiste, Moses mit einem Stab Wasser aufstoßen ließ, und nur die Interpretation ist ein bisschen anders, wobei die Nachfolger immerzu die Vorgänger dissten. So die Christen die Juden und die Moslems mit einem Vor-, nein, Nachsprung von 600 Jahren die Christen. Käme eine neue monotheistische Religion, könnte sie sich mit Fug und Recht über alle drei erheben und sie für minderwertig erklären.

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